Chronik

Die Evangelischen in Porz vor 1964

Wenn auch protestantische Regungen in Porz um 1550 und noch um 1620 bezeugt sind, blieb die Bevölkerung hier im Zeitalter der Reformation doch bei ihrem hergebrachten katholischen Glauben. Nur in der Porzer Nachbarschaft gab es seit etwa 1560 eine evangelisch-lutherische Gemeinde in Volberg (jetzt Rösrath-Hoffnungsthal). 1610 kamen je eine Gemeinde für Lutheraner und Reformierte in Mülheim am Rhein hinzu.

Die wenigen Evangelischen des Raumes Porz zählten seit 1857 zur Kirchengemeinde Deutz und 1877-1909 zur Kirchengemeinde Kalk; nur Grengel, Wahnheide und Lind gehörten noch bis 1909 zur Kirchengemeinde Volberg, gingen dann aber ebenfalls auf in der am 1. April 1909 gegründeten Kirchengemeinde Porz. Zu dieser Gründung hatte der Zuzug von evangelischen Familien entschei-dend beigetragen.

Gottesdienst im Bereich von Wahnheide gab es mit wachsender Bedeutung des Schießplatzes Wahn bereits bald nach der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Die Ansätze für unsere heutige Kirchengemeinde wurden bald verstärkt, nachdem die Ev. Kirchen-gemeinde Porz am 18. Dezember 1951 die 1935 erbaute und seit 1939 vertraglich schon mitbenutzte Kapelle der Altkatholiken in Wahnheide, Magazinstr. 26, für 5400 Mark erworben hatte und diese auf ihrer Ostseite erweitert worden war.
Zur Ausstattung gehörte ein Harmonium. Fortan wurde regelmäßig Gottesdienst - seit 1949 schon alle 14 Tage - gehalten.


Die Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide seit 1964

Der 1. Januar 1964 war der Geburtstag der Ev. Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide. Sie entstand durch eine Ausgemeindung aus der Kirchengemeinde Porz.

Das anhaltende Wachsen der Porzer Stadtteile und das unserer Kirchengemeinde erforderte nun bald den Bau einer neuen Kirche mit Gemeindezentrum auf dem schon 1963 angekauften Grundstück Sportplatzstr. 63-65 im Stadtteil Wahnheide. Die Bauplanung oblag dem Kölner Architekten-ehepaar Ulrich Vossbeck und Anneliese Vossbeck-Krahwinkel. Nach Baubeginn 1966 konnte der Grundstein am 7. Oktober 1967 gelegt werden.
Der letzte Gottesdienst in der Kapelle mit ihren 160 Sitzplätzen fand am 19. Mai 1968 statt.
Am 26. Mai 1968 konnte der Präses der Ev. Kirche im Rheinland, Prof. Dr. Beckmann, das Gemeindezentrum Wahnheide mit einer Kirche weihen.

(Auszüge aus: Jürgen Huck, Die Evangelische Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide, 1964 - 1994, Festvortrag in der Martin-Luther-Kirche in Köln-Porz-Wahnheide am 18. September 1994)

 

Heute besteht die Kirchengemeinde aus zwei Bezirken mit den beiden Zentren Martin-Luther-Kirche und Friedenskirche.


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